Social Media

Online stattfindende Kommunikation und Interaktion werden als soziale Netzwerke bezeichnet, die den Informationsaustausch erleichtern und gleichzeitig Personen oder Organisationen miteinander verbinden. Soziale Netzwerke zielen darauf ab, Beziehungen aufzubauen und zu pflegen. Zudem wird dadurch die Verbindung einzelner Personen oder Organisationen in sozialen Netzwerken sichtbar gemacht. Je nach Netzwerk variieren allerdings die Inhalte und Funktionalitäten, was eine große Vielfalt bedeutet. Die Funktionsweise ist dahingegen oft sehr ähnlich. Am Anfang einer jeden Netzwerkregistrierung steht beispielsweise immer die Erstellung des Mitgliederprofils.
    
Die Nutzung sozialer Netzwerke steigt heutzutage zunehmend an. Die meisten Dienste sind kostenfrei nutzbar, nur einige sind mit einer Gebühr kostenpflichtig, die es ermöglicht, den gesamten Umfang des jeweiligen Netzwerks zu nutzen. Und es sind nicht länger nur die jüngeren Nutzer online zu finden, die Zahlen der älteren Nutzenden erhöht sich stetig. Auch die private und freizeitmäßige Nutzung von sozialen Netzwerken vermischt sich inzwischen immer mehr mit beruflichen und gewerblichen Zwecken. Hinzu kommt ein Anstieg der Nutzung mobiler Endgeräte zum Besuch von sozialen Netzwerken. Durch die erhebliche Online-Konzentration werden viele potenzielle Bewerbende mit herkömmlichen Methoden der Personalbeschaffung, wie Zeitungsannoncen oder ähnlichem, oft nicht mehr erreicht.

Für die Streuung von Stellenausschreibungen ist eine Mischung von On- und Offline-Medien sinnvoll. Der Bekanntheitsgrad wird zusätzlich durch eine eigene Homepage oder Social Media-Fanpages gesteigert und die Organisationen bekommen Aufmerksamkeit und Zulauf durch Außenstehende. Vor allem jüngere Bewerbende werden durch soziale Netzwerkaktivitäten erreicht, da diese jederzeit im Netz aktiv sind. Institutionen und Einrichtungen, die weiterhin jüngere Menschen auf sich aufmerksam machen und gewinnen wollen, können elektronische Medien zur Kommunikation mit der Zielgruppe sinnvoll einsetzen. Denn die Zielgruppe sucht dort, wo sich diese fortlaufend aufhält, im Netz.

Die Planung, der Einsatz und die Betreuung von sozialen Netzwerken und eigenen Webauftritten benötigt Zeit. Diese personellen Ressourcen sollten vor der Implementierung geklärt sein. Es macht immer Sinn ein Social Media-Redaktionsteam zu bilden. Dann können Sie die Verantwortung und auch die Produktion von Inhalten – was manchmal gar nicht so einfach ist – auf mehrere Köpfe verteilen. Wählen Sie dazu Mitarbeitende aus, die einen persönlichen Zugang zur Online-Welt haben. Es bringt nichts einen Mitarbeitenden mit der Pflege zu beauftragen, der privat keine sozialen Netzwerke nutzt oder gar eine Abneigung dagegen hat.

Dazu sei gesagt, dass es für die Zukunft wichtig ist, soziale Netzwerke in deren Entwicklungen weiter zu beobachten, da sie sich fortlaufend verändern, variieren und neue entstehen.

Richten Sie sich z. B. ein Profil bei Xing ein. Präsentieren Sie sich dort als Arbeitgeber und verknüpfen Sie sich mit Ihren aktuellen Mitarbeitenden. Auf kununu.com werden regelmäßig Bewertungen von (ehemaligen) Mitarbeitenden eingestellt. Schauen Sie dort kontinuierlich nach, ob auch Ihre Einrichtung oder Verband bereits bewertet wurde. Leider ist es meistens der Fall, dass die Bewertungen negativ sind – wer etwas zu klagen spricht meistens lauter als andere. Motivieren Sie Ihre Mitarbeitenden ebenfalls eine Bewertung abzugeben. So können Sie den negativen Meinungen entgegenwirken.

Und bedenken Sie: Auch wenn Sie sich entschließen mit Ihrer Einrichtung/Ihrem Verband nicht im Netz und in Sozialen Netzwerken aktiv zu sein: es wird über Sie geredet – ob mit oder ohne Ihre Beteiligung!

Referenten Tipp

Alexander Hufendiek

Alexander Hufendiek
(Rechtsanwalt, sowie Fachanwalt für Informationstechnologierecht und gewerblichen Rechtsschutz) ist als Geschäftsführer in der ANKA Rechtsanwaltsgesellschaft mbH tätig. Neben dieser Funktion hält der Rechtsanwalt laufend Vorträge zum Thema „Social Media und Recht“ unter anderem im Rahmen der Ausbildung zum „Social Media Manager“ IHK und im Projekt Erziehungshilfe 2.0 macht Spaß!  Keine Angst vor Social Media – rechtliche Risiken vermeiden